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 Lehrende (Gebende)

In dieser Gemeinschaft ist mit der Ausübung einer lehrenden Tätigkeit eine große Verantwortung verbunden (man befindet sich so in der direkten Nachfolge Buddhas), damit es sowohl für die Lehrenden als auch die Hörer einen heilsamen Effekt gibt. Da es sehr wichtig ist vor dem Lehren selbst die entsprechenden Erfahrungen zu machen und zu vertiefen muss ein Kandidat eine zumindest 10 – jährige aufrichtige und kontinuierliche buddhistische Meditationspraxis aufweisen.
Wichtig ist darauf hinzuweisen, dass sich diese Beschreibung auf das Lehrerdasein in der Ginko Sangha bezieht – es ist keine Lehrerausbildung! Ebenso ist es wichtig zu verstehen, dass die Position eines Lehrers in der Sangha nicht die höchste erreichbare Position darstellt.
Wenn Mitglieder der Ginko Sangha in der Öffentlichkeit (außerhalb der Sangha) lehrend auftreten, so müssen sie eine Lehrbefugnis der Ginko Sangha besitzen. Haben Sie diese nicht, aber die Lehrbefugnis einer anderen Tradition so können sie nur für diese Tradition sprechen. Ohne eine buddhistische Lehrbefugnis ist es Mitgliedern der Ginko Sangha untersagt außerhalb der Gingko-Sangha lehrend tätig zu werden.

Die konkreteren Anweisungen und Anforderungen an einen Lehrer sind in vielen Aussagen Buddhas referenziert (M122, AN V/90, AN IX/1-3, AN X 30), welche in den folgenden Punkten zusammengefasst sind:

  • Ein Lehrer soll bescheiden sein, bedürfnislos und nicht am Status hängen: Ein Lehrer darf nicht aus Geltungsdrang oder Stolz auf sein Wissen unterrichten, sondern es sollte aus der allumfassenden Güte, aus dem Mitgefühl für alle Wesen heraus geschehen. Für die Lehre darf keine gesonderte Bezahlungen (neben Dana, Retreatgebühren bzw. Fixpreis-Stunden) erwartet werden.

  • Ein Lehrer muss/soll sich gut abgrenzen können und nicht vergessen, sich in ausreichendem Maße der eigenen Meditation und Läuterung zu widmen. Ein Lehrer muss vermeiden durch seine Kommunikation sein Ego oder das Ego des Hörers/der Hörerin zu stärken und sollte eine regelmäßige Zeit des Rückzugs vorsehen.

  • Ein Lehrer soll sich bemühen, alle vorhandenen Triebe auszulöschen. Lehrer oder Lehrerin zu sein bedeutet nicht bereits so „gut“ zu sein, dass man sich nicht mehr üben muss – es ist vielmehr der Auftrag sich noch weiter zu üben bis die letzten Schritte der Entwicklung getan sind.

  • Die Tugend (Sila) soll bereits so weit als möglich erworben sein, und sollte unter dem Gesichtspunkt der Herausforderungen durch die Lehre weiter verfeinert werden. Buddhas Lehre zu verbreiten zeigt in jedem Sila neue Aspekte und Potentiale, welche gut beachtet werden müssen.

  • Vertiefung: Auch Vertiefungen muss ein Lehrer nach Buddhas Angabe bereits erfahren haben. Das beinhaltet nicht, dass jeder Lehrer alle acht Vertiefungen erlebt haben muss und sie meistern kann. Den Übenden können in jeder Meditation vertiefte Zustände widerfahren, die erfahrene Unterstützung benötigen.

  • Weisheit: Dass die Weisheit weitgehend erworben werden muss ist einleuchtend und bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.

  • Wissensklarheit: Dieser Begriff bedeutet daß man sich zu jeder Zeit seiner körperlichen Aktivitäten bewußt ist. Diese Eigenschaft ist wichtig, um in der Lehrsituation sich selbst und seine Umgebung wahrzunehmen, und so auf den konkreten Lehrbedarf eingehen zu können.

  • Erlösung: In Buddhas Lehrreden wurde meist davon ausgegangen, dass die Lehrenden bereits Arahants sind und so diese Lehrfähigkeit bereits erworben haben. Bei etwas weiterer Auslegung könnte man es so sehen, dass Lehrende möglichst die erste Erlösungsstufe erlangt haben sollten. Generell gilt, dass ein Lehrer als Beispiel agieren soll, dass es möglich ist Erleuchtung zu erlangen, ohne dabei als Guru oder Star aufzutreten.